Vereinsgeschichte

 

      Geschichte des Fanfarenzug Großjena e.V.

In der damaligen ,,Polytechnischen Oberschule Großjena"wurde im Jahre
1968 durch den Lehrer Manfred Ilgert, der Fanfarenzug als schulische Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen. Im Jahr darauf stieß noch Harald Bittdorf hinzu und beide führten gemeinsam den Fanfarenzug durch das erste Viertel seiner Geschichte. Als Dritter im Bunde ist noch Rudi Nitsch aufzuführen, welcher in den Anfangsjahren als Leitungsmitglied und Übungsleiter fungierte.
Den Schülern bereitete es großen Spaß, mit Hochtrommel, Flachtrommel, Pauke, Becken und Naturfanfaren zu Musizieren.



Im Laufe der Jahre erspielte sich der Fanfarenzug einen guten Namen, weit über die Grenzen des Kreises Naumburg hinaus. Die Mitgliederzahl betrug ende der 70er Jahre bis zu 120 Spielleute (ca.1/3 sämtlicher Schüler der POS Großjena).
Höhepunkte dieser Zeit waren einige Musiktreffen , zu denen sich verschiedene Musik Vereine und die ,,Creme" der Fanfarenzüge der DDR (Buna, Erfurt) in Großjena ein Stelldichein gaben. Weitere Highlights waren die Teilnahme an den Weltfestspielen 1973 und dem Jugendfestival 1979 in Berlin.
Ebenfalls zu dieser Zeit, kam es zur Zusammenarbeit mit dem Fanfarenzug Karsdorf, welcher sich damals im Aufbau befand und durch einige Mitglieder des Fanfarenzug Großjena geschult wurde. Es folgten wunderschöne Trainingslager der beiden Fanfarenzüge auf dem Kyffhäuser in Rathsfeld.
Immer öfter traten nun beide Musikeinheiten zusammen auf, so zum Beispiel bei einer Tagesfahrt zum Empfang der Trassenbauer des Ferngasleitungsbaus Engelsdorf in Dresden, Forst und Leipzig. Dabei unvergessen und wahrscheinlich das schönste Erlebnis des Vereins in all den Jahren, war der spontane Auftritt auf den Bahnsteig des Leipziger Hauptbahnhofes. Fantastische Akustik, tobende Zuschauer und Reisende, die vor lauter Euphorie ihre Züge verpassten.
Anfang der 80er Jahre trat Stagnation in die Aktivitäten des Vereins ein. Einerseits musste der langjähriger Leiter des FZ´s Harald Bittdorf, die Leitung abgeben, ebenso gingen beider Fanfarenzüge wieder ihre eigenen Wege.
Die Auftritte beim Naumburger Kirschfest sowie beim Freyburger Winzerfest, waren über einige Jahre die einzigen Höhepunkte.
Im Jahre 1987 jedoch wurde wieder Geschichte in die Bücher des Fanfarenzuges geschrieben. Es ging in ein mehrwöchiges Trainingslager in die damalige VR Polen,  mittlerweile auch wieder unter der bewährten Leitung von Harald Bittdorf. Dort und in der Folge der Zeit, blühte der Fanfarenzug wieder auf und es erfolgte noch ein erfolgreiches Trainingslager im Jahre 1989 in Günthersberge.
Nun kam die Wende in Deutschland und somit auch ein Umbruch im Fanfarenzug. Die blauen FDJ- Hemden wurden abgelegt und durch Weiße ersetzt. Durch den Wegfall der schulischen AG´s und denn nun neuen privaten Möglichkeiten, ging das Interesse der Kinder und Jugendlichen an unserer Musik spürbar zurück. Auch gab es plötzlich kaum noch Auftritte. Es sank die Einsatzbereitschaft vieler Mitglieder. Im Jahre 1995 sollte nun eine große Versammlung Klarheit bringen. Entweder Alle ziehen an einen Strang und bringen den FZ zu alter Stärke oder wir lösen uns auf. Die Auflösung war " Gott sei Dank" kein Thema. Ein neuer Vorstand wurde gewählt, eine Satzung wurde verfasst und der Fanfarenzug war nun ein eingetragener Verein. Weiterhin konnten ehemalige Mitglieder gewonnen werden, welche ihre Erfahrung und ihr Können einbrachten und einen gelungenen Neustart hin zulegen. Endlich ging es wieder aufwärts.
Als erstes großes Ereignis Fuhren wir auf Einladung eines Sponsor nach Kichehrenbach in die alten Bundesländer- ein Riesenfestumzug!
Jetzt folgten auch wieder jährliche Trainingslager. Mit dem Großjenaer Karnevalverein besuchten wir mehrfach deren befreundeten Karnevalisten in Bonn- Sankt- Augustin.
Beim Sachsen- Anhalt- Tag sind wir auch schon Stammgäste. Stationen wie Halberstadt, Stendal, Magdeburg und Halle seien hier nur stellvertretend aufgeführt. Die Anzahl der Auftritte wuchsen seit dem ständig. Nach und nach konnten Kleidungsstücke und Instrumente angeschafft werden, welche den Fanfarenzug auch äußerlich glänzen lassen.
Ein weiterer Höhepunkt kam durch die gute Zusammenarbeit mit dem Personenverkehrsgesellschaft des Burgenlandkeises zustande. So können wir auf einen mit unseren Schriftzügen und Emblemen versehenen Bus zurückgreifen und zu unseren Auftritten fahren.

Im Jahre 2007 verstarb leider ein langjähriges Herz und die Seele des Vereins Harald Bittdorf, ein schwerer Schlag für Alle. Bereits seit dem Jahre 2002 hatte er die Leitung des Fanfarenzuges aus gesundheitlichen Gründen an seinen Nachfolger Lutz Löffler übergeben.


 


 

 

 

 

Die Arbeit des jetzigen Vorstandes und weiterer Mitglieder der FZ-Leitung, hat in den letzten Jahren ein familiäres Klima entstehen lassen, wo Jung und Alt gemeinsam viel Spaß und Freude erleben.

 

 


 

 

Jens Garus
Vorstandsmitglied                                                                           

 

 

 

 

2016